Montag, 17. Oktober 2011

Bratäpfel

Äpfel werden seit einiger Zeit bei uns so ziemlich zu allem verarbeitet, was uns eingefallen ist. Normalerweise pflücken wir unseren Boskop erst jetzt, aber dieses Jahr war ja alles früher, weswegen wir schon Ende September eine Menge Äpfel auf einmal hatten. Ich selbst habe auch einen großen Korb voll im Keller und habe gleich angefangen, diesen aufzubrauchen. Vorzugsweise verwandele ich unsere Äpfel zu Bratäpfeln, da das mit einem Boskop sehr gut funktioniert. Die Sorte ist sehr saftig, eher sauer und hat ein festes Fruchtfleisch.
Das heutige Exemplar habe ich noch befüllt. Dazu schneidet man einfach das Kerngehäuse raus. Das geht eher schwierig mit einem kleinen Messer, indem man versucht quer durch den Apfel ein Viereck um das Gehäuse herauszuschneiden und dieses dann herausdrückt (so mache ich das). Es gibt aber auch extra "Werkzeug" dafür, um das Kerngehäuse zu entfernen. Vielleicht sollte ich mir das mal zulegen ;)
Unten habe ich dann etwas Marzipan reingedrückt und dadurch das Loch wieder verschlossen. Dann von oben ein paar Rosinen hinein und auch von oben mit Marzipan verschließen. Man kann auch Marmelade hineintun oder Nüsse oder was auch immer einem gefällt.
Dann schneidet man den Apfel oben noch sternförmig ein, aber höchstens einen halben Zentimeter tief. Nun wandert er bei 160-180° in den Backofen. Die Garzeit richtet sich nach der Dicke des Apfels, aber ich würde sagen mindestens 20 Minuten. Wenn Saft austritt bzw. man sieht, dass das Fruchtfleisch an den angeschnittenen Stellen schon weich wird und sich herausdrückt, ist er fertig. Ich habe ja leider keinen Backofen, aber meine Mikrowelle hat eine Umluft- und Grillfunktion, mit der ich zwar keine Kuchen backen kann (wegen des zu kleinen Garraums und der Nähe des Backguts zum Grill) aber ganz wunderbare Bratäpfel :)
Wenn die Schale keine Flecken hat, ziehe ich sie ab und esse sie einfach mit. Auf das weiche Fruchtfleisch einfach noch etwas Zimt streuen und mampfen.

Kommentare:

  1. Ja bei uns fängt jetzt auch bald wieder die Äpfel-Zeit an. Einerseits freu ich mich schon drauf, da kann man so leckere Sachen wie Bratapfel machen. Andererseits bin ich immer froh wenn alles weg ist :-)

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  2. Wenn ich nicht immer Angst haben müsste, dass sie schlecht werden... sonst könnte man viel entspannter an die Sache rangehen ;)

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