Freitag, 29. Juni 2012

Seitan #4

Ich habe wieder Seitan gemacht und habe auch wieder das Rezept verändert. Die meisten stören sich ja an der Konsistenz, die Seitan haben kann bzw. meistens hat, nämlich leicht gummiartig, vergleichbar auch mit zähem Teig. In den vegetarischen Fleischimitaten im Supermarkt steckt meistens eine Mischung aus Gluten (Weizeneiweiß) und Soja, weswegen ich mir dachte, ich werfe mal Tofu an mein Rezept. Meine anderen drei Seitanvarianten findet Ihr in meiner Rezepteliste beim Seitantier :)

Trockene Zutaten:
2 Tassen Gluten
2 EL Mehl
4-5 TL Paprikapulver
1/2 TL Muskat
1 TL Cayennepfeffer
Knoblauchpulver (so viel, wie Ihr mögt, oder auch gar keins ^^)
3-4 TL Pfeffer
2-2 1/2 TL Salz

Nasse Zutaten:
1/2 Gemüsezwiebel, in groben Würfeln
2-3 TL Senf, mittelscharf
2-3 TL Majoran
2 TL Röstzwiebeln
1 Tasse Wasser
130-170gr Seidentofu (z.B. vom Asiaten Eures Vertrauens)
2 TL Sojasauce
1-2 EL Tomatenmark
1 TL Öl (ich hatte Sonnenblumenöl)

Ihr könnt Euch denken, was ich noch mit den nassen Zutaten gemacht habe... richtig, kräftig durchpüriert :) Die Brühe, die dann entsteht, ist unglaublich unansehnlich, aber sie erfüllt ihren Zweck ^^ Beim Tofu müsst Ihr selbst entscheiden, wie viel Ihr nehmen wollt. Ich hatte etwa 170gr, würde jetzt aber etwas weniger empfehlen, da mir das Endergebnis fast schon zu luftig weich geworden ist. Nach dem Pürieren einfach die trockenen mit den nassen Zutaten mischen und gut durchkneten. Dabei dann entweder etwas mehr Gluten hinzugeben oder etwas mehr Wasser. An diesem Punkt habe ich schon gemerkt, dass der Teig weitaus weniger gummiartig war. Ich habe zwei Garmethoden verwendet: einmal das Dünsten und einmal das Backen im Ofen.
Für den Ofen habe ich vier große Würstchen geformt und diese stramm in Alufolie gewickelt und an ein paar Stellen mit einer Stricknadel eingestochen.
Etwa 2/3 des Teiges wurde für diese vier Würstchen verwendet. Ich schätze, dass sie mindestens für 30-40 Minuten bei 180° garen müssen, das müsst Ihr dann selbst versuchen zu timen.
Aus dem anderen Drittel habe ich einfach noch zwei Kloppse geformt und diese auf meinem Dünsteinsatz etwa 45 Minuten lang gedünstet (aus den Kloppsen mache ich meist Geschnetzeltes, in Scheiben geschnitten ergeben sie auch gute Minischnitzel).
Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden, da die Konsistenz nicht sehr gummiartig ist, eher fluffig und saftig. Eine deutliche Verbesserung, wenn Ihr mich fragt!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen