Mittwoch, 14. August 2013

Hansen Jansen Torte

Als erstes muss ich Euch natürlich von meiner liebsten Torte berichten. Meine Oma hat sie immer gebacken. Ich habe sie bisher immer nur für andere gebacken, aber dieses Jahr habe ich mir damit einfach mal selbst eine Freude gemacht :)
Das Rezept habe ich von meiner Oma, genau genommen aus ihrem "Rezeptbuch", hier mal ein Ausschnitt:
Es handelt sich um einen alten Kalender von 1985, in dem sie vieles eingetragen hat, was sie so gekocht, aber vor allem gebacken hat. Dabei hat man bei der Hansen Jansen noch Glück, bei den meisten Rezepten stehen keine Backtemperaturen bzw. Backzeiten dabei, von Anweisungen zur Teigherstellung wollen wir dabei mal gar nicht reden ^^ Meistens sind es nur die Zutaten, was dann wie zusammenkommt, das muss man dann schon selbst wissen ;)
Ich gebe Euch zunächst das Originalrezept, danach meine kleine Änderung:
100gr Margarine
100gr Zucker
4 Eigelb
1 Vanillezucker
125gr Mehl
1/2 TL Backpulver
Daraus einen Rührteig herstellen und auf zwei Böden (Springformen) verteilen.
4 Eiweiß mit 200gr Zucker steif schlagen und auf die Böden verteilen, eine Packung gehobelte Mandeln darüberstreuen. Für 30 Minuten bei 175-180° backen.

Mir ist beim ersten Mal dabei Folgendes passiert: es war soviel Eiweiß auf dem Rührteig, dass das Eiweiß in der Mitte nicht durchgarte, ohne dass gleichzeitig alles von oben und unten anbrannte, auch eine Reduzierung der Temperatur hat da nicht geholfen. Daher backe ich jetzt immer mit dieser Änderung:
In den Teig kommen (anstelle der 4 Eigelb) 2 Eigelb und zwei Eier. Den Eischnee reduziere ich also auf zwei Eiweiß und 100gr Zucker. So wird immer alles gar und das Baiser schön knusprig.
Einen der Böden legt Ihr nach dem Auskühlen auf eine Tortenplatte, auf diesen verteilt Ihr großzügig Stachelbeeren aus dem Glas. Wir hatten dieses Jahr selbsteingekochte, das machte die ganze Torte noch toller :)
Wie Ihr seht, habe ich einen kleinen Rand gelassen, da sich so die Sahne leichter darauf verteilen lässt, ohne dass ein Stachelbeerchen runterutscht oder so. Ich verteile immer zwei Becher Schlagsahne auf den Beeren.
Das ergibt dann am Ende eine sehr frische, fruchtig-saure Torte, die deswegen oft auch denen schmeckt, die Süßes nicht so gerne mögen. Ein weiterer Kniff besteht dann noch darin, die Torte zu schneiden: die Böden sind schön kross und mit einem Messer würde man einfach nur die Füllung herausdrücken, ohne auch nur ein bisschen was geschnitten zu haben.
Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: entweder Ihr schneidet den obersten Boden vor und legt die geschnittenen Stücke auf die Sahne, sodass Ihr dann nur noch die Füllung und den untersten Boden schneiden müsst, oder Ihr benutzt -wie ich- ein elektrisches Messer, das gleitet mühelos hindurch.
Jetzt gab es mal viele Fotos und viel Text für eine einzelne Torte, aber etwas so Wunderbares wie eine Hansen Jansen verdient das schon mal :)

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